17 | 08 | 2018

Ölfreie Winkelschleifer putzen Stahlkonstruktionen

Weil ihre neuen Druckluftschleifer schon nach wenigen Testwochen stark an Leistung einbüssten, reklamierte Jordan Blechworxx das Werkzeug beim Hersteller. Doch der stellte fest: Schuld war nicht die Schleifmaschine, sondern eine mangelhafte Luftversorgung. Die Installation einer Druckluft-Wartungseinheit schaffte schnell Abhilfe – und steigerte die Produktivität nachhaltig.

Gut versorgte Druckluftschleifer sparen Geld, Zeit und Ärger
«Aus Schaden wird man klug», zitiert Harald Glahn eine Volksweisheit. Der Fertigungsleiter der Jordan Blechworxx GmbH berichtet, welche Lehre er aus einem Installationsfehler für seinen Betrieb ziehen konnte und wie die Produktivität dadurch stieg: «Wir stellen Blechkonstruktionen aller Art her – von einfachen Maschinenverkleidungen bis zu komplexen Edelstahlrahmen für Blockheizkraftwerke – und haben unsere Bauteile traditionell mit Elektroschleifern bearbeitet.» Die seien vergleichsweise günstig in der Anschaffung. «Leider fiel aber im Durchschnitt jede Woche einer dieser Schleifer aus.» Häufig als wirtschaftlicher Totalschaden, weil der metallische Schleifstaub in die Kollektoren hineingesaugt wurde und so die Motoren per Kurzschluss zerstörte.

Um von diesen ständigen Ausfällen wegzukommen, setzte der am südlichen Harzrand ansässige 27-köpfige Betrieb versuchsweise einen pneumatischen Winkelschleifer ein. Der Energieträger Druckluft war in den Produktionshallen ohnehin zur Versorgung der Lackier- und Pulverbeschichtungsanlagen bereits vorhanden, und das ausgewählte Gerät vom Typ LSV 38 passte von seinen Leistungsangaben her ideal zu den Anwendungen bei Jordan. «Dennoch war der Einsatz eine herbe Enttäuschung. Die anfänglich sehr hohe Leistung des Geräts fiel schon nach wenigen Wochen stark ab», erinnert sich Harald Glahn, der die Maschine deshalb reklamierte.

Ihr Hersteller, Atlas Copco Tools, reagierte umgehend und teilte mit, dass die Lamellen im Motor des Schleifers aufgrund von unsauberer Druckluft verschlissen waren. Der Essener Lieferant schlug vor, dass sich ein Aussendienstmitarbeiter die Druckluftinstallation vor Ort ansehen würde – und Glahn nahm das Angebot an. «Als der Druckluftexperte kam, wussten wir schon nach wenigen Minuten, warum unser Pneumatikexperiment gescheitert war.» Die LSV-38-Schleifmaschine gilt als ölfrei, was bedeutet, dass sie mit ungeschmierter Druckluft betrieben werden kann. «Deshalb hatten wir auf eine Druckluftwartungseinheit verzichtet. » Was Glahn und seine Kollegen nicht wussten: Die Wartungseinheit schmiert nicht nur die Druckluft, sie filtert sie auch und hält etwaiges Kondensat und Schmutzteilchen zurück, die selbst dann in der Luftleitung vorhanden sind und ins Werkzeug geraten können, wenn der Kompressor auf der Einspeiseseite zum Luftnetz über einen Filter verfügt.

Leistungssprung im zweiten Anlauf
Schnell hatte der Atlas-Copco-Mitarbeiter eine Wartungseinheit vom Typ Midi-Optimizer aus seinem Vorführbestand installiert und auf einen Betriebsdruck von 6,3 bar eingestellt. Harald Glahn verfolgte den Einsatz des reparierten Winkelschleifers zunächst mit Skepsis, die jedoch bald wich. Über die folgenden Wochen und Monate hinweg gönnte er der 1,3 Kilowatt (kW) starken Maschine keine Schonung. Die aber bearbeitete mit nicht nachlassender Kraft praktisch jedes Material und brachte jederzeit ihre 1300 Watt Schleifleistung voll aufs Blech. Durch den eiVergebauten Drehzahlregler – und die saubere Arbeitsluft – hält die LSV 38 selbst bei starkem Andruck auf das Bauteil beim Schleifen ihre Drehzahl von 8500 Umdrehungen in der Minute (min-1) annähernd konstant. «Das schafft ein gutes Oberflächenbild », findet der Fertigungsleiter. Die hervorragende Wendigkeit des handlichen 125-mm-Schleifers mit dem abgerundeten Winkelkopf kam als weiterer Vorteil hinzu. Die durchweg positiven Betriebserfahrungen aus dem «zweiten Test» veranlassten die Holunger Firma, noch weitere Atlas-Copco-Schleifmaschinen anzuschaffen.

Der finanziell verhältnismässig geringe Mehraufwand für einen aus Filter, Druckregler und Öler bestehenden Midi-Optimizer amortisiere sich schon nach wenigen Wochen, versichert Harald Glahn, der kein Druckluftwerkzeug mehr ohne Wartungseinheit betreibt. Trotz einer effektiven Werkzeugeinsatzdauer von sechs Stunden pro Schicht sei kein Verschleiss an Motor oder Lamellen festzustellen. «Die LSV-38-Schleifer sind bei geringerer Grösse und geringerem Gewicht gegenüber den sonst verwendeten Elektroschleifern einfach produktiver, langlebiger und wirtschaftlicher », resümiert Glahn.

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